16 Apr
Nordfrauen erwarten zum Saisonabschluss den TSV Altenholz
Viele gute Gründe für einen Sieg

03 Apr
1. Frauen Handballmannschaft
VfL Oldenburg II - TSV Nord Harrislee 33:27 (16:13)
Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben im letzten Nachholspiel der Saison eine Niederlage kassiert. Beim VfL Oldenburg II unterlag die Mannschaft von Hendryk Jänicke am Donnerstagabend mit 27:33 (13:16) Toren. Dadurch mussten die Nordfrauen (20:20 Punkte) die Gastgeberinnen aus Niedersachsen (21:15) in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen. „Wir haben genug Chancen gehabt. Leider lassen wir davon zu viele liegen. Insgesamt hat uns die Durchschlagskraft gefehlt“, sagte der Harrisleer Trainer nach der Partie.
Aus früher Überzahl wenig Kapital geschlagen und danach fahrig
Dabei begann die Partie eigentlich günstig für die Gäste von der dänischen Grenze. Denn der VfL Oldenburg musste nach dreißig Sekunden und zweieinhalb Minuten bereits zwei Hinausstellungen durch Zeitstrafen hinnehmen. So agierten die Nordfrauen vier Minuten lang in Überzahl. Doch nur Anne Cathrine Styrbæk und Liah Wiederhöft erzielten Tore für das Jänicke-Team, dass mit 2:0 in Front ging. „Das war schon in dieser Phase zu wenig. Da hätten wir mit vier Toren führen müssen“, sagte der Harrisleer Trainer über die Anfangsphase. Leonie Mettner brachte die Gäste nach gut sechs Minuten noch einmal mit 3:2 in Führung. Danach folgte ein totaler Bruch im Spiel und es wurde fahrig agiert. Im Angriff wurden zu viele Chancen ausgelassen, darunter auch vielversprechende Durchbrüche, als der Ball neben das gegnerische Tor geworfen wurde. In acht Minuten gelang so nur ein mickriger Treffer. Dagegen hagelte es viele Gegentore. Durch einen 1:9 Negativlauf gerieten die Nordfrauen mit 4:11 in Schieflage. Doch Mitte der ersten Halbzeit raffte sich das Jänicke-Team auf und startete eine Aufholjagd. Dabei zeigte Torhüterin Ina Petersen-Kröger sehr gute Paraden und auch die gute Deckung provozierte Oldenburger Ballverluste. So kamen die Nordfrauen 90 Sekunden vor dem Wechsel auf 13:16 heran. Kurz vor der Pausensirene wurde aber per Gegenstoß die Chance auf zwei Tore aufzuschließen vergeben. „Das wäre sehr gut gewesen. Denn wir hatten zum Start der zweiten Halbzeit Anwurf“, sagte der Harrisleer Trainer.
Offenes Visier und dann ein erneuter Angriffs-Blackout
Doch der erste Angriff nach dem Wechsel konnte ebenfalls nicht erfolgreich gestaltet werden. Im Gegenzug erzielte Oldenburgs Louisa Schommartz 44 Sekunden nach Wiederbeginn das 17:13 zugunsten der Gastgeberinnen. „Statt mit minus einem Tor ganz nah heranzukommen, liegen wir dann mit vier zurück. Das war nicht gut“, sagte Hendryk Jänicke über die vergebenen Möglichkeiten. Doch seine Mannschaft zeigte in der Defensive weiter Präsenz. „Ina hat wichtige Bälle gehalten und wir haben mit einer offensiven 5-1 Formation agiert. Da hat Sandra Nickel als Spitze sehr gut gearbeitet. So haben wir wieder Ballverluste von Oldenburg provoziert“, sagte Hendryk Jänicke über die Phase bis Mitte des zweiten Durchgangs. Bis zum 21:24 waren die Nordfrauen wieder in Schlagdistanz. „Doch die Chancen, auf zwei, oder gar ein Tor heranzukommen, haben wir dann wieder vergeben“, sagte der Nord-Trainer, der danach mitansehen musste, wie seine Mannschaft wieder in eine Abwärtsspirale stürzte. Denn da beste Chancen weiter vergeben wurden und auch drei direkte Würfe den Weg nicht ins leere Oldenburger Gehäuse fanden, wurde dies von den Gastgeberinnen erneut bestraft. Ein 0:5 Negativlauf bedeutete mit dem 21:29 gut acht Minuten vor Schluss die Vorentscheidung zu Ungunsten des TSV Nord Harrislee. Zwar versuchte Hendryk Jänicke alles, um dem Spiel mit einem Überraschungsmoment und einer sehr offensiven 4-2 Deckung eine Wende zu geben, doch dafür war es zu spät. Zwar verkürzten die Nordfrauen zwei Minuten vor der Schlusssirene durch Fina Walluks auf 27:30, doch im Gegenangriff beendete VfL-Spielerin Lisa Munderloh mit dem 31:27 alle Zweifel. Am Ende stand die 27:33 Niederlage und für Hendryk Jänicke ernüchternde Erkenntnisse. „Wir haben auf der Höhe von Hamburg und Bremen zwei längere Staus gehabt und waren erste eine Stunde vor dem Spiel in Oldenburg. Es lief heute alles nicht optimal. Aber wir haben zu viele Chancen liegengelassen und sind deshalb selbst schuld an der Niederlage“, sagte der Harrisleer Trainer abschließend. Jörn Saemann
VfL Oldenburg II: Hempen, Winters – Schwegmann (3), Prante (7), Munderloh (1), Genz (9), Friesen (1), Schmidt, Janssen (2), Wöhler, Reinemann, Schommartz (2), Menne (4), Fragge (4/1).
TSV Nord Harrislee: Petersen-Kröger – Styrbaek (1), Wiederhöft (11/3), Vogler (5), Mettner (3), Uhl, Sandra Nickel (1), Walluks (3), Schleemann (2), Tolksdorf, Nele Nickel (1).
Schiedsrichter: Liesegang/McClellan
Zuschauer: 75
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