16 Apr
Nordfrauen erwarten zum Saisonabschluss den TSV Altenholz
Viele gute Gründe für einen Sieg

19 Apr
1. Frauen Handballmannschaft
TSV Nord Harrislee – TSV Altenholz 25:23 (10:12)
Der TSV Nord Harrislee hat die Spielzeit 2025/26 mit einem Sieg beendet. Nach sechzig Minuten stand ein 25:23 (10:12) Derbyerfolg gegen den TSV Altenholz. Dadurch stellten die Nordfrauen ihre Bilanz auf ein ausgeglichenes Konto von 22:22 Punkten. Vor der letzten Partie des VfL Oldenburg II, schob sich der nördlichste Drittligist dadurch zunächst einmal auf Rang sechs. Doch diese ist nach einer Saison mit Höhen und Tiefen zweitrangig, denn das Derby stand nach dem Abpfiff ganz im Zeichen des Abschieds. Dennoch war es eine Partie, die zum Saisonverlauf passte. Ein stetiges Auf und Ab. Die Nordfrauen lagen zumeist hinten, erst in der zwölften Minute konnte Tabea Schleemann zum 4:4 ausgleichen. Doch die Anzahl an technischen Fehlern blieb hoch, so dass die Gäste wieder in Front gingen. Mitte der zweiten Halbzeit leuchtete ein 4:8 von der Anzeigentafel der Holmberghalle. Nord-Trainer Hendryk Jänicke zog die Notbremse in Form einer Auszeit. Diese wirkte kurzzeitig, bis zum 7:8 Anschlusstreffer (18.). Kurz darauf erhöhten die Kielerinnen wieder auf 7:10 und 8:11. Liah Wiederhöft verkürzte durch zwei Tore zum 10:11. Maria Molge erzielte den 10:12 Halbzeitstand zugunsten des TSVA. Nach dem Wechsel glichen die Nordfrauen schnell zum 12:12 aus. Doch die Gäste blieben zunächst am Drücker. Lena Hewig traf zweimal in Folge und so stand es knapp fünf Minuten nach Wiederbeginn 13:15 aus Sicht der Nordfrauen, bei denen danach eine Umstellung in der Abwehr vorgenommen wurde. Denn Coach Hendryk Jänicke brachte Sandra Nickel, die fortan als aggressive Spitze in einer 5-1 Formation die Angriffe des TSV Altenholz empfindlich störte. Dazu schwang sich Nord-Torhüterin Ina Petersen-Kröger zu einer Glanzleistung im zweiten Durchgang auf. So setzten die Gastgeberinnen zu einem 6:0 Zwischenspurt an, da die Gäste satte neun Minuten keinen Treffer erzielten. Das 19:15, Mitte des zweiten Durchgangs, gab den Nordfrauen viel Selbstvertrauen. Bis zum 24:20, knapp drei Minuten vor der Schlusssirene, behaupteten sie ihren Vier-Tore-Vorsprung. Auch ein Altenholzer Doppelschlag nach dem 24:20 zum 24:22, wurde nach einer Auszeit von Hendryk Jänicke weggesteckt. 39 Sekunden vor Ultimo entschied Fina Walluks mit dem 25:22 die Partie. Der 25:23 Endstand durch Marla Göttsch, elf Sekunden vor Schluss, war ebenfalls ein entscheidender Treffer. Denn es war das vorerst letzte 3. Liga Tor des TSV Altenholz. Denn der Club zieht sich aus der 3. Liga Nord zurück. Und dies, obwohl mit 16:28 Punkten und Rang neun die sportliche Qualifikation erreicht wurde. Im Verein aus der Landeshauptstadt Kiel war aber anscheinend nicht mehr die Unterstützung für die Frauenmannschaft gegeben. „Henning, ihr habt als Trainerteam und als Mannschaft tolle Arbeit geleistet und wart eine Bereicherung für die 3. Liga. Wir werden Euch sehr vermissen“, sagte Andreas Lemke, der Abteilungsleiter Handball im TSV Nord Harrislee, fair und wehmütig in Richtung Gäste und ihren Trainer Henning Berger. „Ihr habt am 1. Mai noch das Pokalendspiel. Dafür drücken wir Euch die Daumen. Denn wir wissen, wie schön sich ein Pokalsieg anfühlt“, ergänzte Lemke. Im Halbfinale war der TSV Nord Harrislee mit 22:26 in der Holmberghalle noch an den Gästen gescheitert, die nach dem Finale gänzlich auseinanderfallen werden. Dies bliebt den Nordfrauen erspart. Denn von der Platte wurde nach zwei Jahren als Aktive nur Sandra Nickel verabschiedet. Trainer Hendryk Jänicke hört nach drei Jahren an der Seitenlinie aus familiären Gründen auf. „Wir bedanken uns aber auch bei Nele Nickel, die nach der Winterpause bei uns ausgeholfen hat, heute aber nicht persönlich da ist“, sagte Andreas Lemke mit Grüßen an die Schwester von Sandra Nickel, die immer aus Niedersachsen zu den Spielen der Nordfrauen nach Harrislee oder den jeweiligen Spielort reiste. Sandra Nickel und Hendryk Jänicke wurden dann auch von Andreas Lemke mit einem Blumenstrauß vor den 174 Fans in der Holmberghalle würdig verabschiedet. Sandra Nickel blickte danach auf ihre zwei Jahre im Nord-Trikot zurück. „Ich habe seit langer Zeit mit meiner rechten Schulter und der Bizepssehne Probleme und werfe im Training nicht auf das Tor, sondern nur im Spiel. Da habe ich Schmerzen und deshalb mache ich auch eine Pause. Dazu kommt die wenige Freizeit die ich habe, da ich bei der SG-Akademie angestellt bin und auch noch für den Stützpunkt Nord beim HVSH arbeite. Meine Familie wohnt ja weiter weg und für sie habe ich auch zu wenig Zeit. Natürlich fällt es mir schwer zu gehen, denn wir haben eine tolle Mannschaft, mit der es sehr viel Spaß gemacht hat. Ich werde die Mädels vermissen“, sagte die Rückraumspielerin nach ihrer Verabschiedung. Hendryk Jänicke schaute auf „drei intensive Jahre“ zurück. „Heute bin ich natürlich mit dem Wissen in die Holmberghalle gefahren, dass es mein letztes Spiel als Trainer dieser Mannschaft ist. Ich werde vermissen, dass ich die Spielerinnen nicht mehr vier,- oder fünfmal die Woche sehe. Aber ich bleibe dem Handball ja durch meine Tätigkeit beim HVSH erhalten. Und ich freue mich auf die Zeit mit meiner Familie. Meine Tochter wird sich bestimmt wundern, dass ich an den Abenden und Wochenenden nicht mehr Tschüss sage, sondern zu Hause bin“, sagte der scheidende Nord-Trainer mit einem Lachen und erinnerte sich an einige sportliche Highlights zurück. „Es war das erste Jahr, als wir noch in der zweiten Bundesliga gespielt haben. Da war der erste Sieg zu Hause gegen Rosengarten etwas ganz Besonderes und richtig cool. Auch die langen Reise waren eine sehr große Erfahrung für mich. Da hat man gemerkt, was für einen hohen Aufwand man betreibt“, sagte Jänicke rückblickend und möchte auf diese Erfahrung nicht verzichten. „Dafür bin ich auch sehr dankbar. Im zweiten Jahr war der Pokalsieg der Höhepunkt. Und auch die Aufholjagd in dieser Saison gegen Schwerin, als wir mit sieben Toren zurückgelegen und das Ding noch gebogen haben, ist mir nachhaltig in Erinnerung geblieben. Es war eine schöne Zeit und ich bin jetzt persönlich richtig fein mit mir“, sagte Hendryk Jänicke entspannt lächelnd und freute sich „auf eine kleine Feier“ mit der Mannschaft und dem ganzen Umfeld. Jörn Saemann
TSV Nord Harrislee: Petersen-Kröger – Styrbæk (3), Wolff, Wiederhöft (5/2), Vogler (2), Heider (1), Mettner (4), Uhl, Sandra Nickel (3), Falge (1), Walluks (2), Schleemann (3), Tolksdorf (1).
TSV Altenholz: Weidmann, Glaser – Molge (2), Neindorff, Orzol (2/2), Janczek (2), Burmeister (1), Seidel (1), Göttsch (4), Hewig (3), Thielmann (4), Feldmann, Steingräber, Kuchel (1), Fehrke (3).
Schiedsrichter: Lauenroth/Surrow
Zuschauer: 174
10 Apr
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