05 Feb
Heimspiel gegen Schwerin wird verschoben
Neuer Spieltermin: Freitag 13. März um 20:15 Uhr

25 Jan
1. Frauen Handballmannschaft
TSV Nord Harrislee – TV Hannover-Badenstedt 24:24 (6:12)
Die Handballerinen des TSV Nord Harrislee haben am Samstag, in ungewohnter Umgebung, ein bemerkenswertes Spiel abgeliefert. In der Idraetshalle in Flensburg, trotzten sie dem TV Hannover-Badenstedt ein sehr spätes 24:24 (6:12) Remis ab. Danach hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. „Es war eine erste Halbzeit, die komplett zum Vergessen war. Wir haben uns Würfe genommen, wo man sich gefragt hat, warum? Das haben wir am Donnerstag in der Videoanalyse angemahnt, dass wir uns keine unvorbereiteten Abschlüsse nehmen wollen. Doch leider war es auf dem Feld anders“, sagte Nord-Trainer Hendryk Jänicke als erstes Statement nach der Partie. Dann lobte er jedoch. „Je zwölf Gegentore pro Halbzeit waren absolut okay, wir haben eine gute Abwehr gestellt. So wie wir es uns vorgenommen haben. Und in der zweiten Halbzeit waren wir dran und haben 18 Tore geworfen. Da war die Quote dann gut“, hatte der Harrisleer Coach die sechzig Minuten noch vor Augen.
Im ersten Durchgang im Angriff völlig konfus
Die erste Halbzeit sorgte so für Stirnrunzeln beim Trainer. Denn die Nordfrauen starteten desolat in die erste Halbzeit. Erst in der achten Minute gelang ihnen ihr erstes Tor. Tabea Schleemann verkürzte zum 1:3. Doch auch danach bekamen die Harrisleerinnen kein offensives Bein auf das ungewohnte Parkett der Idraetshalle. Mitte des ersten Durchgangs leuchtete zunächst ein 2:7 Rückstand von der rot schimmernden Anzeigentafel. Nach dem 3:7 durch Leonie Mettner (18.), wurde es noch schlimmer. Gut sieben Minuten vor der Pause schienen die Nordfrauen beim 3:11 einem Desaster entgegenzusteuern. Da aber zumindest die Defensive 3. Liga Niveau zeigte, konnten dort einige Angriffe der Hannoveranerinnen gut verteidigt werden. „Hannover hat aus unserer schwachen Angriffsleistung zum Glück nicht noch mehr Kapital geschlagen“, war Hendryk Jänicke froh, dass sein Team sich fünfeinhalb Minuten vor der Pause beim 4:12 endlich fing und die minus Acht-Tore-Hypothek bis zur Halbzeitsirene beim 6:12 auf minus sechs Treffer mildern konnte.
In der zweiten Halbzeit eine ganz andere
Nach dem Wechsel war es ein völlig anderes Bild auf dem Parkett der Idraetshalle. Die Nordfrauen zeigten Charakter und waren mit starker Mentalität im Spiel. Schon fünf Minuten nach Wiederbeginn waren sie beim 10:14 zumindest wieder in Schlagdistanz. Auch zwei schnelle Gegentreffer zum 10:16 brachten sie nicht aus dem Rhythmus. Vor allem die Torchancen wurden nun so abgeschlossen, wie sie in der Teamsitzung und dem Video am Donnerstag abgesprochen wurden. „In der ersten Halbzeit haben wir gegen Hannovers große A-Jugendliche Torhüterin Lotta Willuhn von immer oben, oder halbhoch geworfen. Wir hatten gesagt, das flach geworfen werden muss. Das haben wir in der Halbzeitpause dann noch einmal deutlich angesprochen. Und die Mannschaft hat es in der zweiten Halbzeit auch endlich so gemacht“, sagte Hendryk Jänicke mit einem Schmunzeln. So kämpften sich die Nordfrauen nach dem 11:17 (38.), endgültig zurück ins Spiel. Die angeschlagene Kreisläuferin Kassandra Vogler setzte in ihrer wenigen Spielzeit Akzente und verkürzte per Doppelpack auf 13:17. Zwar legten die Gäste zunächst einen fünften Treffer Vorsprung nach, doch die Nordfrauen trotzten mit taktischen Umstellungen der danach fehlenden gelernten Kreisläuferin und agierten dort mit Fina Walluks oder stellten auf vier Rückraumspielerinnen und zwei Außenspielerinnen um.
Mit viel Druck die Wende eingeleitet
Nach dem 14:19 brachten Madita Jeß und Leonie Mettner aus der zweiten Reihe die Gastgeberinnen beim 16:19 erstmals auf drei Tore heran (42.). Mettner erzielte drei Minuten später gar das 18:20 und die Partie schien zu kippen. Noch einmal schlugen die Gäste zurück. Lena Seehausen und Jule-Marie Jördens bauten zum 16:20 des TV Hannover-Badenstedt aus. Jördens erzielte siebeneinhalb Minuten vor Schluss auch das 19:23. Doch die Nordfrauen waren nun heiß gelaufen und machten weiter Druck. Madita Jeß, Fina Walluks und Tabea Schleemann belohnten die starke Deckungsarbeit im Angriff und verkürzten knapp drei Minuten vor Ultimo auf 22:23. Danach zeigte der TSV Nord Harrislee weiter Moral. Nachdem Tabea Schleemann eine Zwei-Minuten-Strafe bekam und Jule-Marie Jördens anschließend per verwandeltem Strafwurf zum 22:24 traf, schienen die Gäste doch noch zum Sieg zu kommen. Doch in Unterzahl erzielte Madita Jeß 42 Sekunden vor Schluss den 23:24 Anschluss. Es folgte eine Auszeit der Gäste, doch die Nordfrauen konnten einen Hannoveraner Torerfolg danach verhindern. Hendryk Jänicke nahm dann 16 Sekunden vor Spielende seine dritte Auszeit und schwor sein Team für den letzten Angriff ein. Keeperin Ina Petersen-Kröger wurde zugunsten einer siebenten Feldspielerin aus dem Tor beordert und tatsächlich fiel der Ausgleich. Madita Jeß „schweißte“ den Ball zum 24:24 in den rechten Torwinkel. Danach blieben den Gästen sechs Sekunden, um den Ball ins verwaiste Harrisleer Tor zu befördern. „Keine Spielerin war zurück auf die Bank gelaufen, damit Ina wieder ins Tor konnte. Das hat meine Mannschaft in der Hektik einfach vergessen“, sagte der Harrisleer Trainer mit einem nach Spielende erleichterten Lachen. Denn Madita Jeß hatte aufgepasst und konnte den letzten Wurf der Gäste aus Niedersachsen noch abblocken. „Da hatten wir Glück. Aber aufgrund der zweiten Halbzeit war es auch verdient. Es ist definitiv ein gewonnener Punkt, mit dem wir dann natürlich auch zufrieden sind. Ich freue mich so sehr für die Mannschaft, dass sie nach einer so schwachen ersten Halbzeit noch etwas Zählbares geholt hat“, sagte Hendryk Jänicke abschließend mit zufriedener Stimme. Jörn Saemann
TSV Nord Harrislee: Petersen-Kröger – Styrbæk, Wiederhöft (1), Vogler (2), Mettner (6), Nickel, Walluks (1), Jeß (6), Frauenschuh (4), Schleemann (4), Tolksdorf.
TV Hannover-Badenstedt: Czaja, Willuhn – Seehausen (2), Wills (1), Mertens (4), Köwing (2), Hanne, Eidam, Kurok (1), Nagel (3), Jördens (7/2), Döpke (2), Scharf (2).
Schiedsrichter: Geske/Nitzsche
Zuschauer: 134 (in der Idraetshalle Flensburg)
02 Feb
Nach Blitzstart im Angriff lange zu harmlos - Nordfrauen mit zu vielen Schwächephasen
30 Jan
Nordfrauen wollen Revanche in Blomberg