05 Feb
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02 Feb
1. Frauen Handballmannschaft
Nach Blitzstart im Angriff lange zu harmlos - Nordfrauen mit zu vielen Schwächephasen
Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben ihre erste Niederlage im Kalenderjahr 2026 hinnehmen müssen. Wie schon am 4. Adventswochenende, als das Team von Hendryk Jänicke in der heimischen Holmberghalle gegen die HSG Blomberg-Lippe II verlor (30:33), musste man sich diesmal auch im Rückspiel an der Lippe mit 24:30 (11:15) beugen. „Das Spiel haben wir uns natürlich anders erhofft. Bereits nach vier Minuten ist Madita Jeß ohne Fremdeinwirkung mit dem Knie umgeknickt. Wir hoffen, dass es nichts Schlimmes ist“, sagte der Harrisleer Trainer im ersten Statement nach der Partie.
Nach Traumstart im Angriff den Faden verloren
Dabei schienen die Nordfrauen die Gastgeberinnen in der Anfangsphase zu überrennen. Die ersten drei Angriffe fanden ihr Ziel und so lag das Jänicke-Team nach gerade einmal 76 gespielten Sekunden mit 3:0 in Front. Danach kam in der Offensive schon Sand ins Getriebe, dennoch konnte Madita Jeß in der fünften Minute beim 4:1 noch einmal den Drei-Tore-Vorsprung für die Nordfrauen herstellen. Doch danach fiel die Rückraumspielerin aus und so war es mit der Herrlichkeit der Gäste im Angriff zunächst vorbei. Zudem fand die HSG Blomberg-Lippe ihrerseits im Angriff mehr Sicherheit. „Dadurch kam der erste Negativlauf von 0:4 bei uns zustande“, sagte Hendryk Jänicke zur Phase binnen drei Minuten. Doch auch danach schlug das Pendel immer mehr zu den Gastgeberinnen aus. Die Negativspirale mündete sogar insgesamt in eine 2:9 Hypothek. In der 16. Minute stand es 6:10 aus Sicht der Nordfrauen. „Da haben wir angefangen, in unseren Reihen zu motzen. Das war für das Spiel natürlich nicht förderlich“, sagte der Harrisleer Trainer, dessen Team danach aber etwas stabiler wurde. Zwischendurch konnte sogar auf 8:10 und 9:11 verkürzt werden. Drei Minuten vor der Pause schien beim 10:13 wieder alles drin, doch zwei empfindlich Gegentore ließen die Nordfrauen beim 10:15 erstmalig auf fünf Treffer zurückfallen. Zumindest milderte Leonie Mettner mit ihrem Tor zum 11:15 Halbzeitstand. „Wir haben auch eine Zeitstrafe wegen Meckerns bekommen, das war nicht förderlich. Doch nachdem es in der Halbzeit einen Anschnauzer gab, haben wir uns im zweiten Durchgang dann auch wieder gegenseitig unterstützt“, fasst Hendryk Jänicke die ersten dreißig Minuten noch einmal zusammen.
In der zweiten Halbzeit oftmals dran – doch die Wende bleibt aus
Nach dem Wechsel ging es zunächst hin und her, wobei einige Zeitstrafen den Rhythmus der Partie störten. Acht Minuten nach Wiederbeginn hatte der TSV Nord Harrislee beim 15:19 weiter an der Vier-Tore-Hypothek zu knabbern. Aber die Nordfrauen fanden ihr Kämpferherz und schienen der Begegnung eine Wende geben zu können. Liah Wiederhöft, Tabea Schleemann und erneut Wiederhöft, brachten die Gäste auf einen Treffer heran (42.). Zwar setzten sich die Lipperländerinnen beim 23:20 zunächst wieder auf drei Tore ab, konnten den Widerstand des Teams von der dänischen Grenze noch nicht stoppen. Zwölf Minuten vor dem Ende konnten die Nordfrauen durch Sandra Nickel erneut auf ein Tor Differenz zum 22:23 verkürzen. „Doch durch einige Zeitstrafen haben uns immer wieder aus dem Rhythmus gebracht“, sagte Hendryk Jänicke, und ihm war anzumerken, dass in Blomberg mehr drin gewesen wäre. Nach dem Anschlusstreffer konnte Sandra Nickel nur durch ein Foulspiel einen Gegentreffer verhindern und bekam eine Zwei-Minuten-Strafe. Zudem verwandelte Blombergs Janne Kim Overbeck den fälligen Strafwurf zum 24:22. Ihr ließ Leni Ringelkamp einen Doppelpack folgen und auch die routinierte Megga Rusko, die den TSV Nord Harrislee schon im Hinspiel „nervte“ setzte noch einen Treffer drauf. So fielen die Nordfrauen auf 22:27 zurück und auch eine anschließende Auszeit des TSV Nord Harrislee konnte keine Wende mehr erzwingen. Sandra Nickel traf dreieinhalb Minuten vor Schluss zwar zum 24:27, doch die Zeit lief den Gästen davon. Blombergs Sinja Zarbock per Doppelschlag sorgte mit dem 29:24 für die Vorentscheidung, Nurhan Koyutürk setzte mit dem 30:24 den Schlusspunkt. „Am Ende ist das Ergebnis sicherlich um diese drei Tore zu hoch ausgefallen. Man hat gemerkt, dass wir nach dem Ausfall von Madita Jeß und am Schluss auch von Tabea Schleemann dann nicht mehr richtig konkurrenzfähig gewesen sind. Doch das Spiel und Ergebnis rückt wegen der Verletzung von Madita in den Hintergrund. Jetzt müssen wir abwarten was der Arzt sagt und hoffen, dass sie nicht so lange ausfällt, weil das ein kapitaler Schlag für uns wäre“, sagte Nord-Trainer Hendryk Jänicke, hakte die Niederlage ab und sorgte sich um die Gesundheit seiner Rückraumspielerin. Jörn Saemann
HSG Blomberg-Lippe II: Stürenburg, Werner – Ringelkamp (3/1), Rusko (5/1), Bäumer, Koyutürk (1), Kehrmann (2), Litvinov (8), Koconrek, von Mutius, Overbeck (5/2), Zarbock (4), Bouba (1), Osterloh (1).
TSV Nord Harrislee: Petersen-Kröger – Styrbæck (1), Wolff (1), Wiederhöft (8/4), Mettner (3), Uhl, Nickel (6), Walluks, Jeß (2), Frauenschuh (1), Schleemann (2), Tolksdorf.
Schiedsrichter: Bendel/Schulte-Coerne
Zuschauer: 110
30 Jan
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